
Hören Sie auf, zuzulassen, dass das Wetter die Temperatur im Ofen beeinträchtigt!
Haben Sie schon bemerkt, wie der Ofen plötzlich nicht mehr richtig funktioniert, sobald es draußen kalt wird? Oder vielleicht ist es ein feuchter Juli-Nachmittag – plötzlich ist die Präzision des Ofens beeinträchtigt.
Das ist ein Albtraum: Die Innentemperaturen des Ofens schwanken, die hergestellten Produkte sind nicht mehr konform mit den Vorgaben – und man weiß nicht, warum. Das Problem ist, dass die meisten Öfen einfach nicht dafür ausgelegt sind, solche Schwankungen der Außentemperaturen auszugleichen.
Wir lösen dieses Problem durch den Einsatz von Infrarot-Sensoren. Damit hat der Ofen quasi „Augen“, mit denen er in Echtzeit reagieren kann.
Warum Ihre aktuellen Sensoren Sie täuschen
Standard-Thermoelemente sind langsam. Sie messen zwar die Lufttemperatur oder die Temperaturen an den Wänden des Ofens, doch sie haben keine Ahnung davon, was eigentlich mit dem Werkstück passiert. Wenn der Sensor erst merkt, dass es zu kalt ist, ist der Schaden bereits entstanden.
Wir ersetzen diese Sensoren durch Infrarot-Sensoren. Anstelle von Vermutungen kann das System nun sofort die Oberflächentemperatur des Produkts erfassen. Dabei wird ein PID-Regler verwendet, um eine konstante Kontrolle zu gewährleisten. Wenn eine Kälbrise in den Ofen weht und die Wärme wegzieht, wartet das System nicht darauf, bis die Luft abgekühlt ist – es erhöht einfach sofort die Leistung der Heizelemente. Es handelt sich dabei um eine ständige, flexible Anpassung der Leistung. Keine Vermutungen mehr!
Die richtigen Komponenten
Man kann einfach keinen beliebigen Heizer in dieses System einsetzen. Man braucht etwas, das schnell reagieren kann.
Wir verwenden in der Regel Kurzwellen-Infrarot-Röhren. Im Gegensatz zu den schweren Resistivspulen, die lange brauchen, um warm zu werden, können diese Röhren innerhalb von Sekunden ihre Leistung anpassen. Doch man muss vorsichtig sein: Wenn man die Leistung zu stark erhöht, um gegen eine kalte Winterbrise anzukämpfen, entstehen heiße Stellen auf den Produkten. Man muss außerdem die Emissivitäts-Einstellungen für das jeweilige Material anpassen. Andernfalls arbeitet der Sensor nicht richtig – und die Korrekturlogik funktioniert nicht.
Damit es im Betrieb funktioniert
Um dieses System zum Laufen zu bringen, benötigt man einen Hochgeschwindigkeits-SCR (Silikon-gesteuerter Gleichrichter). Man kann ihn als „Muskel“ betrachten, der für die schnellen Leistungsanpassungen sorgt.
Sobald der Infrarotsensor eine Abnahme der Temperatur feststellt, aktiviert der SCR die Heizelemente. So bleibt alles stabil – egal ob die Türen der Fabrik offen oder geschlossen sind. Es funktioniert einfach.